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Botox

„Botox®“-Therapie

Botox® (Botulinumtoxin) ist ein medizinischer Wirkstoff, der seit Anfang der 90er Jahre unter anderem in der Neurologie angewendet wird, um unerwünschte Nervenimpulse zu blockieren. Auch bei kosmetischen Behandlungen kann Botox zur Verminderung von Mimikfalten eingesetzt werden. Die sehr wirksame Substanz wird in Mengen von wenigen Milliardenstel Gramm verdünnt injiziert.

 

Entstehung und Historie

Botulinumtoxin ist ein Eiweiß, das von bestimmten Bakterien (Clostridium botulinum) unter Luftabschluß gebildet wird. Die Substanz ist historisch gesehen bekannt, da sie in sehr hoher Konzentration als Ursache von Vergiftungen mit Wurst- und Fleischkonserven (botum=Wurst) vorkommt. Der Name Botox® steht für das bekannteste von mehreren Markenpräparaten, die sich gegenwärtig auf dem Markt befinden (Dysport®, Neurobloc®, Vistabel®, Xeomin®).

 

Wirkung und Anwendung

Botox kann die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskulatur- und andere Organe, wie Schweiß- und Speicheldrüsen blockieren. Dadurch wird die teilweise oder vollständige Lähmung des behandelten Muskels erreicht. Eine solche Wirkung ist immer dann sinnvoll und erwünscht, wenn eine durch Erkrankungen bedingte gesteigerte Muskelaktivität vorliegt.

 

Zudem wird auch die „Übersteuerung“ von Schweiß- und Speicheldrüsen durch Botulinumtoxin abgeschwächt. Dies kann bei übermäßigem Schwitzen und krankhaft vermehrter Speichelproduktion  von Vorteil sein.

 

Bei kosmetischen Anwendungen werden die für die Mimik zuständigen Muskeln, die zu Falten im Gesicht führen, teilweise oder vollständig entspannt bzw. gelähmt, um ein glatteres Hautbild zu erzielen. Die Behandlung kann jedoch auch zu einem mehr oder weniger maskenhaften Gesicht führen.

 

Die Anwendung von Botulinumtoxin erfolgt durch Injektionen, wobei die erzielte Wirkung meist bis zu 12 Wochen anhält. Danach ist die Behandlung zu wiederholen. Teilweise reichen auch seltenere Behandlungen aus (z.B. Injektion der Achselhöhle bei übermäßigem Schwitzen vor den Sommermonaten).

 

Botox in der Neurologie

In der Neurologie stehen Anwendungen im Vordergrund, die fehlerhafte oder übersteigerte Muskelanspannung zur Ursache haben.

 

Es handelt sich hierbei um die sogenannten Dystonien (wie z.B. Schiefhals oder Schreibkrampf). Durch die Injektion des Medikaments werden die dabei auftretenden unwillkürlichen Bewegungen ausgeschaltet oder abgeschwächt.

 

Außerdem werden Zustände mit sogenannter Muskelspastik mit Botox behandelt. Hierbei handelt es sich um eine krankhafte andauernde Erhöhung der Muskelspannung als eine Folge von Geburtsschäden des Gehirns oder von Schlaganfällen. Dies kann zu Schmerzen, Blockierung von noch möglichen Bewegungsabläufen, Gelenkversteifungen und Pflegeproblemen führen (z.B. Handpflege bei eingekrallter spastischer Fingerfehlstellung).

 

Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen sind solche, die bei Injektionen im Allgemeinen auftreten- also beispielsweise Schmerzen und mögliche Verletzungen oder Infektionen im Injektionsbereich. Daneben können andere Muskeln - als die gewünschten - durch die Toxineinwirkung teilweise gelähmt werden. Hier wären vorübergehende Funktionsstörungen im jeweiligen Behandlungsgebiet zu erwarten (z.B. Schluckprobleme bei der Behandlung im Halsbereich). Eine wie bei Botulinumtoxinvergiftungen auftretende Lähmung der gesamten Muskulatur ist durch die hohe Verdünnung des Wirkstoffes und vorgegebene Höchstmengen pro Behandlung äußerst unwahrscheinlich.

 

Verhindert wird die versehentliche Behandlung außerhalb der vorgesehenen Regionen durch die Anwendung von Hilfen zur zielgerichteten Injektion wie EMG (Elektromyographie). Hierbei werden die Muskeln mit einer nadelförmigen Elektrode aufgesucht und durch bestimmte Bewegungen zugeordnet. Alternativ lassen sich die Zielmuskeln auch durch Ultraschall oder in wenigen Fällen auch durch eine Computertomographie darstellen. Daneben spielen die Erfahrung des Arztes im Umgang mit dem Medikament und seine anatomischen Kenntnisse eine entscheidende Rolle.

 

Dr. Engelmann wendet seit 2006 Botulinumtoxin an. Er führte bis zu seiner Niederlassung über 5 Jahre eine Spezialambulanz für Botulinumtoxin-Behandlungen am jetzigen Asklepios-Fachklinikum in Brandenburg an der Havel.

 

Für Fragen rund um das Thema Botulinumtoxin- Therapie stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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